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Stiefel bleiben Lieblingsschuh

Montag, 16. Februar 2009 13:36

Für Frauen gibt es eine gute Nachricht: Stiefel bleiben auch in der nächsten Saison weiter In. Das sagte Trendexpertin Claudia Schulz vom Schuhinstitut bei der Pressekonferenz  in der letzten Woche zur kommenden Schuhmesse GDS vom 13. bis zum 15. März. „Das neue Modebild wird vor allem authentisch sein und auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichten“, so die Expertin über den Trend am Fuß. Auch der Stiefel wird ein wenig aufgehübscht. Die Schäfte werden höher, der Overknee (allerdings nicht à la „Pretty Woman“) wird salonfähig. Weiche Materialien, wie Nappaleder oder Velour, sorgen dafür, dass der lange Stiefel umfunktioniert werden kann. Die Absätze kommen mal als Plateau, mal flach oder als Keil ins Spiel. Auch bei den Männern setzen sich Stiefel durch. „Die neuen Farmerboots passen gut zu den verkürzten Hosen“, so Schulz. 

Ansonsten macht die Schuhexpertin für die neue Herbst/Winter-Saison drei Trend aus: 

1. „Obsession“: Der Purismus der 90er Jahre kommt mit Gothic-Anleihen zurück. „Feminin dramatisch“ wird der Look, der sich mit Plateau, als Collegeschuh mit Absatz oder skulpturalem Design vor allem in dunklen Farben, Violett und mit Brusheffekt zeigt. Bei den Männern setzt sich die „Nicht-Farbe“ Grau – auch in Lack-Optik – für Schnürer und Boots durch. 

2. „Collected“: Der Hippie-Look kommt mit vielen Fransen und Patchworkelementen wieder. Rot und Cognactöne sind In. Bei den Herren wird der Stil in Braun und Grau im klassischen Brit-Stil wieder entdeckt. 

3. „Balance“: Der Großstadt-Stil mit undefinierbaren Farbtönen von Grau bis Braun setzt sich für Männer und Frauen durch.

Ob sich Schuhe im Krisenjahr 2009 gut verkaufen lassen, kontern die Experten mit dem Spruch: „Schlechte Autojahre sind gute Schuhejahre“. Trotzdem ist die Präsidentin des Hauptverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels, Brigitte Wischnewski, verhalten optimistisch: „Wir hoffen auf eine Nullrunde“, sagt sie. Und sie hofft, dass sich viele der neuen Modelle auch in den Läden  wiederfinden, denn der Schuheinzelhandel ordere mitunter etwas konservativ. Individuelle Angebote, wie beispielsweise in Holland, lassen sich bei Filialisten meist gar nicht finden. „Man muss als Verbraucher aufmerksam sein und in kleineren Geschäften schauen“, sagt sie. Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Schuhindustrie, unterstützt innovative Einkäufer voll und ganz: „Mehr Mut“, appelliert er deshalb an den Einzelhandel. 

Das wünscht sich Messe-Chef Werner Dornscheidt insgeheim auch von den Besuchern und Ausstellern. Zum Vorjahr gibt es einen Ausstellerrückgang von drei Prozent. Da hatte man mit mehr gerechnet. Zu den erwarteten Besuchern will sich der Messe-Chef aber lieber nicht äußern. Im letzen Jahr kamen 30.000 Besucher. „Wir hoffen aber, dass wir nicht zu stark einbrechen“, so Dornscheidt. 

Für Schuhliebhaber gibt es aber auch noch eine gute Nachricht: „Schuhe werden nicht teurer“, so Manfred Junkert.

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Es wird dunkler

Dienstag, 3. Februar 2009 12:30

Die CPD ist wie ein Laufsteg. Was im kommenden Herbst/Winter aktuell wird, ist schon in den Gängen der Düsseldorfer Messe zu sehen: Viel Strick, gedeckte Töne und vor allem Accessoires in beerigen Farben wie Mützen, Schals und riesige Taschen. Nur bei einem hofft man, dass sich das nicht in der kommenden Saison durchsetzen wird: die schwarzen, ledernen Schirmmützen der Messemitarbeiter, die eher an Rentnerausflug als an einen trendigen Stil erinnern.

Allgemein wird alles wieder etwas dunkler – aber mit Highlights: Die Aussteller gehen in die kommende Herbst-Winter-Saison mit gedeckten Farben. Das ließ sich auf der Modemesse am Wochenende klar erkennen. Grau bleibt in verschiedenen Schattierungen bestehen, genauso wir Türkis und Lila. Vor allem die Beerenfarben auf den Laufstegen können sich sehen lassen und machen Lust auf mehr. Kombiniert werden die Töne mit Karos und einer neuen Sehnsucht nach Romantik: Petticoats und Rüschen an Rock-Enden und Aufschlägen kommen wieder. Ein unbedingtes Muss sind außerdem Accessoires wie Mützen und Hüte, lange Schals und große Taschen – als Highlight ebenfalls in Beerenfarben. Die passen auch gut zum Look von Geschäftsfrauen, denn der Blazer bekommt ebenfalls wieder einen großen Auftritt: mal rockig in Leder, mal extravagant mit architektonisch angehauchten Schnitten oder glamourös im Animalprint. 

Kleider bleiben weiterhin im Trend und werden mit blickdichten Strumpfhosen und Stiefeln kombiniert. Die Länge variiert von Mini bis Maxi.

Aber auch kuschelige Typen müssen in der kommenden Saison nicht auf Strick verzichten. Wollige Wohlfühlkleidung kommt im kommenden Herbst-Winter als Rollkragen-Pullover zurück und feiert sowohl in der Frauen, als auch in der Männermode ein Comeback. Aber auch die XXL-Strickjacke tritt wieder ihren Siegeszug an und ist zu fast allem kombinierbar.

Bei den Männern setzt sich in der Herbst-Wintermode vor allem ein tragbare Mix aus Sport-, Formal- und Alltagskleidung durch. Es gibt zum Beispiel Jersey/Nylon-Sakkos, die im Büro, aber auch bei sportlichen Aktivitäten getragen werden können. Die Farben sind bei den Männern ebenfalls eher gedeckt und bewegen sich im Bereich der warmen Naturfarben. Wie bei den Frauen gibt es auch in der Männermode einen Trend zu Karos. Außerdem feiert der Stil der Dock- und Landarbeiter mit Lammfellkragenjacken und Leder ein Comeback. Auch bei den Accessoires greifen Männer mittlerweile zu: Zum Standard gehören Schals, sportliche Taschen und Krawatten, die sich allerdings mit ihrer schmalen Form  und neuen Materialien vom Look der Banker unterscheiden.

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