Beitrags-Archiv für die Kategory 'Sylt'

Katja Flint: „Ich habe die Insel neu entdeckt!“

Montag, 27. Juli 2009 13:12

 

Katja Flint

Katja Flint

Katja Flint freut sich. Bei der Storeeröffnung von »Fay & Hogan« sieht sie endlich ihre Kollegin Catherine Flemming wieder. »Wir versuchen schon seit Wochen, uns in Berlin zu treffen«, so die beiden. Auf Sylt klappte es dann endlich. 

 

Die Flint bleibt sogar noch einige Tage länger, um Text zu lernen und von ihrem Hotel »Stadt Hamburg« aus Fahrrad zu fahren. »Vielleicht geht es Morgen bis nach List«, verriet sie. Ganz unbekannt ist ihr die Insel nicht. Denn als Kind war sie häufiger hier. »Meine Tante hatte in Keitum ein Haus«, so Katja Flint. 

Danach war sie allerdings lange nicht mehr auf Sylt. »Jetzt habe ich die Insel aber wieder neu für mich entdeckt – die Landschaft und der Blick oberhalb von Kampen sind einfach traumhaft«.

Auf Sylt sucht sie eher die Ruhe: »Die Insel eignet sich  doch wunderbar zum Text lernen«. Momentan lernt sie unter anderem für das Ensemblestück »Jenseits der Mauer«, in dem sie gemeinsam mit Edgar Selge spielt. »Das ist eine spannende Geschichte rund um die Ereignisse der Wendezeit«, so die Schauspielerin. Außerdem lernt sie noch für einen Krimi, der in Paris und Berlin gedreht wird sowie für den »Bushido«-Film. »Da spiele ich aber auch nur eine kleine Gastrolle«, sagt sie und will sich deshalb auch nicht weiter zu dem umstrittenen Filmprojekt äußern. 

Und privat? »«Es gibt seit einiger Zeit ein und denselben und mehr sage ich dazu nicht«.

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„Pony Club“: Auf Anhieb in den Charts

Donnerstag, 9. Juli 2009 12:13

 

Oskar Schnitzer mit der ersten "Pony"-CD

Oskar Schnitzer mit "Pony"-CD

Wenn Michael Jackson gerade nicht so allmächtig die Hitparade bestimmen würde, wer weiß, welchen Platz Oskar Schnitzers CD »Pony Club Kampen« in den Album- Charts jetzt belegen würde. 

 

Trotzdem: Innerhalb einer Woche ist die CD des »Pony Clubs« unter den Top 20 der Album Charts gelandet. Das schafft nicht jeder auf Anhieb. Die Leute reißen sich um die Scheibe, die Haus-DJ Mozart, der schon seit 15 Jahren im »Pony« auflegt, gemixt hat. Und das ist auch kein Wunder, denn auf der Doppel-CD sind Klassiker der Club-Musik wie Michael Mind (»Show me love«), Deep Swing (»In the music«), Scooter (»Lass uns tanzen«), Mia (»Tanz der Moleküle«) zu hören. 

Erschienen ist die erste CD des »Pony« bei dem Hamburger Label Kontor mit einer Auflage von 3000 Stück. Jetzt wurden bereits 3000 weitere nachgeordert. Die CDs können im Internet unter www.pony-kampen.com bestellt werden und kosten 20 Euro.

Und Michael Jacksons Alben »Bad« und »Thriller« hat der Gastronom übrigens längst abgehängt.

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„So bist Du nicht vom Wetter abhängig“

Donnerstag, 18. Juni 2009 11:37

 

 

Jürgen Gosch mit seinem neuen Strandkorb

Jürgen Gosch mit seinem neuen Strandkorb

Der Wind bläst, es regnet waagerecht und den Besuchern bleibt nicht anderes übrig, als aus dem Strandkorb zu flüchten. Diese Szene hat Jürgen Gosch schon häufig beobachtet und da kam ihm vor etwa einem Jahr eine Idee: Der Fischpapst aus List hat einen Strandkorb entwickelt, der von drei Seiten geschlossen und selbst von einer Person drehbar ist – denn er steht auf Rollen. »So ist man nicht vom Wetter abhängig«, sagt der findige Unternehmer, »denn wir haben hier nicht immer gutes Wetter«. 

 

 

In dem neuen Strandkorb von Jürgen Gosch, den er sich bereits patentieren ließ, haben vier Leute locker Platz. Für Paare, die einen romantischen Abend verbringen wollen, gibt es aber auch einen Zweisitzer. Schön ist, dass sich die Korbinsassen in die Augen blicken können und nicht wie bei den herkömmlichen Strandkörben nebeneinander sitzen. Die Modelle sind alle geräumig und haben einen Tisch in der Mitte. »Und wir haben immer noch ein Stückchen Platz für den Hund gelassen«, sagt Jürgen Gosch augenzwinkernd. Außerdem verfügen seine Strandkörbe über Fenster, die an Bullaugen erinnern: »So hat man selbst, wenn der Regen gegen die Fenster peitscht, Sicht in alle Richtungen«, so Gosch. Ausgestattet sind die Körbe zudem mit einer Heizung. 

Die »Gosch-Lounge« ist bei Gosch in List bereits im Einsatz. »Man will auf Sylt draußen sitzen und das kann man bei Gosch jetzt bei jedem Wetter«, sagt der Fischpapst. 

Und er will die gemütlichen Strandkörbe jetzt auch bundesweit vermarkten. In der Wintersaison würden sie sich in den Alpen beispielsweise als »Schneekorb« anbieten. Außerdem sind sie  gerade in Zeiten des Rauchverbots als Raucherlounge praktisch. Denn so müssten die Restaurants ihre Gäste nicht bei Wind und Wetter vor die Tür schicken. »Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig«, so Gosch. 

Momentan werden die Strandkörbe noch bei Gosch in List getestet. »Bis Herbst sind die Modelle aber soweit ausgereift, dass wir sie anbieten können«, sagt der Unternehmer. Dann gibt es unterschiedliche Typen – von Standard bis Luxus (mit Schiebedach) – und auch Sonderwünsche werden berücksichtigt. 

Weitere Infos erhalten Interessenten bei Gosch in List/Sylt.

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„Charakter einer Mondmission“

Montag, 8. Juni 2009 13:47

 

Weinberg mit Keitumer Kirche

 

                                                                                                                                   „Den Wein sehe ich, aber wo ist der Berg?“, fragte ein Besucher, der zur Eröffnung des ersten Weinbergs auf Sylt eingeladen war. Viel zu sehen gibt es indessen wirklich nicht, denn die Wein-Setzlinge sind bisher nur 20 Zentimeter groß. Doch die abgesteckten Reihen, Metall- und Holzstäbe lassen das Weinfeld schon vermuten.

Kritische Stimmen sind die Betreiber des ersten Weinbergs auf Sylt allerdings schon gewöhnt und haben denen vor allem eins entgegen zu setzen: Zuversicht. „Das ist Pionierarbeit“, weiß Christian Ress vom Weingut Baltharsar Ress in Rheinland Pfalz selber: „Das hat schon ein wenig Mondmissons-Charakter“, so der Winzer.

Gleich neben der Keitumer Kirche liegt die drei Quadratmeter große Fläche, auf der in der letzten Woche an zwei Tagen 1.600 Reben gepflanzt wurden. „Das Grundstück ist ideal“, sagt Christian Ress. Es liegt eingebettet zwischen drei Hecken und ist ein wenig tiefer gelegen, so dass der Wind nicht ganz so empfindlich über die Pflanzen pfeift. „Vielleicht bauen wir auch noch eine Art Windschutz vor die offene Seite“, so Ress. Bis dahin werden die Reben aber schon mal von einem grünen Plastikmantel geschützt. Durch die Ummantelung entsteht zum einen eine Art Treibhauseffekt, der den Wein wachsen lässt, und er schützt vor Wildtieren, die sich ansonsten an den Reben gütlich tun würden. 

Angebaut werden Solaris und Rivaner. „Das sind zwei ganz spezielle Rebsorten, die hier eingesetzt werden“, sagt die Weinsachverständige Ursula Linssen vom Ministerium für Landwirtschaft aus Kiel. „Die sind Pilz-widerstandsfähig und haben eine kurze Vegetationszeit.“ 

Die kurze Vegetationszeit freut vor allem auch die Menschen, die ihre eigene Rebe für 89 Euro im Jahr gepachtet haben. Denn in bereits drei Jahren sollen die Setzlinge den ersten Wein abwerfen. Eine Flasche pro Jahr erhalten die Pächter. Vertrieben wird der Wein unter dem Label „55° Nord Solaris/Rivaner“. Gut ein Drittel des Sylter Weins geht an die Pächter – mehr Reben werden nicht verpachtet – und der Rest wird über das Weinhaus Schachner, Bismarckstraße 12, vertrieben. Dort können sich Interessenten auch unter der Telefon 26 519 über die Pacht und Bestellmöglichkeiten informieren. 

Auf Christian Ress und sein Team kommt zuvor allerdings noch allerhand Arbeit zu. Den Rebschnitt im Winter machen die Winzer aus dem Rheingau selbst. Für die Lese kommen die erfahrenen Weinbauern aus Hessen ebenfalls auf die Insel. Die Pflege und Bewässerung übernimmt allerdings ein Landwirt von der Insel. 

Und wie wird der Wein des nördlichsten Weinbergs Deutschlands wohl schmecken? Experten sprechen von Landwein-Qualität. Aber Christian Ress ist überzeugt: „Wir versuchen hier,  einen Top-Wein in Rheingau Kabinett-Qualität zu machen.“ Nur darf der Wein nicht als Kabinett bezeichnet werden. Denn für den Weinanbau gibt es komplizierte Vorschriften. „Und deshalb dürfen wir aus rechtlichen Gründen nur die einfache Qualität aufs Label schreiben“, so der Winzer. 

Das hat aber auch einen großen Vorteil: „Wir bieten Understatement – auf dem Ettikett ist der Wein ein Fiat, aber man bekommt einen Mercedes“.

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