Beitrags-Archiv für die Kategory 'Mode und Design'

Berlin steht für Party – Düsseldorf für Business

Mittwoch, 22. April 2009 15:04

 

Philipp Kronen Bild: Igedo

Philipp Kronen Bild: Igedo

Die CPD wird im Juli neu aufgestellt. Philipp Kronen, Geschäftsführender Gesellschafter der Igedo, zu Ausstellerzahlen, neuen Modeschauen, Glamour und wie die Düsseldorfer besser in die CPD eingebunden werden können. 

 

 

1. Heißt die Konzentration auf den Bereich Womenswear auch gleichzeitig eine Reduzierung des Bereiches, heißt weniger Aussteller? 

Philipp Kronen: Die Konzentration auf den Bereich Womenswear bedeutet in erster Linie eine Konzentration auf unsere Stärken. Düsseldorf und die Igedo Company stehen traditionell für die Damenbekleidung. Diese Positionierung möchten wir mit der klaren Fokussierung auf diesen Bereich wieder ausbauen. So werden wir vom Markt wieder besser verstanden. Gleichzeitig werden wir die CPD und die Bodylook hochwertiger aufstellen. Qualität geht vor Quantität. Die Juli-Veranstaltung wird hier ein wichtiges Fundament legen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Ausstellerzahl schon allein durch die aktuellen Marktsituation noch einmal leicht zurückgehen wird. Man wird aber im Juli klar erkennen, dass die Reise in die richtige Richtung geht. Einige Entwicklungen treten jedoch zeitversetzt ein. Deshalb haben wir uns intern drei Veranstaltungen Zeit gegeben, die Messen wieder nach vorne zu bringen. Und ich bin guter Dinge, dass uns das auch gelingen wird. 

2. Was genau ist mit einer „modernen Ausrichtung“ gemeint? 

Philipp Kronen: Wir möchten weg von der klassischen hin zu einer zeitgemäßeren Präsentation der Mode. Gleichzeitig möchten wir wieder mehr Qualität in die Hallen bringen und dem Handel auch ein verlässlicher Informationspartner sein. Wir möchten den Beweis antreten, dass man auch in Messehallen Veranstaltungen wie die CPD toll inszenieren kann. 

3. Wie genau wird dem „ständig wachsenden Informationsbedürfnis“ nachgekommen? 

Philipp Kronen: In konjunkturell schwierigen Zeiten wie diesen ist es für den Handel extrem wichtig, bei der Order die richtigen Entscheidungen zu treffen. Setzt er modisch auf das falsche Pferd, könnte er ein Problem bekommen, weil er dann seine Ware nicht verkauft bekommt und somit mit deutlich weniger Umsätzen durch die Saison kommen muss. Aus diesem Grund werden wir das Informationsangebot in Form von beispielsweise Trendseminaren und Modenschauen ausbauen. Wo, wenn nicht auf der Messe, sollte der Handel diese Informationen in Düsseldorf finden? 

4. Konnten Sie neue Anbieter gewinnen? 

Philipp Kronen: Wir haben unsere Anmeldeunterlagen vor zwei Wochen verschickt, unser Vertriebsteam arbeitet gerade auf Hochtouren. Namen können wir von daher noch nicht nennen, wir sind aber dran. Neu wird aber etwa der Bereich „Italian Suite“ sein, in dem wir gemeinsam mit dem italienischen Modeverband hochwertige Labels aus Italien zeigen werden, die bisher noch nicht in einem Showroom oder auf der Messe ausstellen. Hier werden wir also mit einigen neuen und qualitativ hochwertigen Brands das Angebot der CPD ausweiten. 

5. Wie genau sieht das neue Schauenkonzept aus? Mehr Schauen, weniger Schauen, bekanntere Models, noch eher unbekannte Designer, neue Gesichter? 

Philipp Kronen: Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an unserem Schauenkonzept. Sicher ist schon mal, dass die Schauen in einem intimeren Rahmen stattfinden werden. Der Zuschauer wird näher am Geschehen dran sein. Das ist ganz wichtig. Und natürlich arbeiten wir auch daran, spannende Mode auf unseren Catwalk zurück zuholen.   

6. Die CPD trifft bei den Düsseldorfern auch immer auf großes Interesse. Deshalb meine Frage: Weichen Sie mit dem neuen Konzept auch mal in Veranstaltungsräume in der Stadt aus bzw. gibt es eventuell Veranstaltungen, zu denen auch Düsseldorfer Bürger eingeladen sind? 

Philipp Kronen: Die CPD ist traditionell eine klassische Fachmesse, eine echte B-to-B-Plattform. Sehr zum Bedauern der Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger. Die vielen Anfragen, die uns im Vorfeld der CPD erreichen, zeigen uns jede Saison aufs Neue, wie präsent die Messe in den Köpfen der Bevölkerung ist. Wir überlegen aktuell, wie man unter Umständen die Mode der kommenden Saison in die Stadt bringen könnte, können aber noch nicht absehen, ob sich unsere Idee finanzieren lässt. Aber wir arbeiten auch an diesem Thema. 

7. Die Fashion Week in Berlin findet bereits Anfang Juli statt. So gibt es keine Terminüberschneidung. Sehen Sie die Fashion Week gerade eher als Bereicherung des Marktes oder als Konkurrenz an?  

Philipp Kronen: Die Mercedes Benz Fashion Week Berlin verfolgt ein ganz anderes Konzept als wir. Von daher kann hier von Konkurrenz nicht wirklich die Rede sein. Der Termin Anfang Juli wird von vielen Designern als zum Teil viel zu früh erachtet. Grundsätzlich können wir aber mit der aktuellen Terminlage sehr gut leben: Berlin dient zu einem frühen Zeitpunkt der Informationen und drei Wochen später wird dann das Business in Düsseldorf gemacht. 

8. Mode wird häufig mit Glamour verbunden. Gibt es neue Veranstaltungen in diese Richtung? 

Philipp Kronen: Wichtige Modeakteure der Stadt haben vor zwei Wochen den Verein „Fashion Net Düsseldorf“ ins Leben gerufen, zu deren Gründungsmitgliedern auch ich gehöre. In diesem Verein werden wir uns sehr konkrete Gedanken darüber machen, wie wir das Modebusiness in Düsseldorf und den vielfach geforderten Glamour zusammenbringen können. Ich warne allerdings davor, hier immer den Vergleich zwischen Düsseldorf und Berlin anzustrengen. Berlin steht für Party, Düsseldorf für das Business. Aber ein bisschen mehr Glmaour stünde auch uns gut zu Gesicht.

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„Beauty“: Für jeden ein Forum

Sonntag, 22. März 2009 13:24

Markus Schenkenberg  

Markus Schenkenberg

Vielleicht war es spontan oder übermütig, aber vielleicht hatte Hand- und Nagelpflegespezialist „alessandro“ auch einfach nur ein paar Scheine drauf gelegt. Auf alle Fälle dauerte es nur drei Sekunden und schon hatte Topmodel Markus Schenkenberg zur Freude seiner weiblichen Fans seinen muskulösen Oberkörper freigelegt. Das schwedische Model begründete seinen nackigen Auftritt am Freitagmorgen auf der Kosmetikmesse „Beauty“ so: Schenkenberg trug eine Jacke aus der Kollektion von Popsänger Justin Timberlake und dazu gehörten selbstverständlich feine braune Leder-Handschuhe. „Der Nachteil bei dieser Kombination ist: Wenn ich meine Hände befreie, muss ich mich ausziehen“, kokettierte der Schwede. Da er bei „alessandro“ aber eine Handpflegeserie für Männer vorstellte, musste er seine Hände zeigen. Also zog er Jacke und Handschuhe aus und zeigte – schwups – auch seinen gebräunten Oberkörper. 

Ganz so offenherzig zeigte sich „Miss Germany“, Doris Schmidts, nicht. Die dunkelhaarige Schönheit wirkte auf dem Termin „Spitzenkosmetik Made in Germany“ eher schüchtern und zurückhaltend. Viel zu sagen hatte sie auch nicht. Es ging wohl eher darum, ihr Gesicht für die Schminke eines deutschen Kosmetikherstellers aufzuhübschen. 

Viel mehr sagte bei dem Forum dagegen die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin, die bei dem Termin für ein wenig Wahlkampf sorgte: Zu viel Regulierung behindere das wirtschaftliche Wachstum war eine Schlagzeile, eine andere die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für arbeitsintensive Branchen. 

Wesentlich lockerer ging es da auf den „Beauty“-Terminen mit Choreograph und Modeltrainer Bruce Darnell sowie mit Dschungelcamp-Zicke Giulia Siegel am Sonntag und Montag zu. Darnell gab bei einem Podiums Gespräch Tipps für wahre Schönheit und Frau Siegel plauderte über ihre künstliche Haarverlängerung.

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Stiefel bleiben Lieblingsschuh

Montag, 16. Februar 2009 13:36

Für Frauen gibt es eine gute Nachricht: Stiefel bleiben auch in der nächsten Saison weiter In. Das sagte Trendexpertin Claudia Schulz vom Schuhinstitut bei der Pressekonferenz  in der letzten Woche zur kommenden Schuhmesse GDS vom 13. bis zum 15. März. „Das neue Modebild wird vor allem authentisch sein und auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichten“, so die Expertin über den Trend am Fuß. Auch der Stiefel wird ein wenig aufgehübscht. Die Schäfte werden höher, der Overknee (allerdings nicht à la „Pretty Woman“) wird salonfähig. Weiche Materialien, wie Nappaleder oder Velour, sorgen dafür, dass der lange Stiefel umfunktioniert werden kann. Die Absätze kommen mal als Plateau, mal flach oder als Keil ins Spiel. Auch bei den Männern setzen sich Stiefel durch. „Die neuen Farmerboots passen gut zu den verkürzten Hosen“, so Schulz. 

Ansonsten macht die Schuhexpertin für die neue Herbst/Winter-Saison drei Trend aus: 

1. „Obsession“: Der Purismus der 90er Jahre kommt mit Gothic-Anleihen zurück. „Feminin dramatisch“ wird der Look, der sich mit Plateau, als Collegeschuh mit Absatz oder skulpturalem Design vor allem in dunklen Farben, Violett und mit Brusheffekt zeigt. Bei den Männern setzt sich die „Nicht-Farbe“ Grau – auch in Lack-Optik – für Schnürer und Boots durch. 

2. „Collected“: Der Hippie-Look kommt mit vielen Fransen und Patchworkelementen wieder. Rot und Cognactöne sind In. Bei den Herren wird der Stil in Braun und Grau im klassischen Brit-Stil wieder entdeckt. 

3. „Balance“: Der Großstadt-Stil mit undefinierbaren Farbtönen von Grau bis Braun setzt sich für Männer und Frauen durch.

Ob sich Schuhe im Krisenjahr 2009 gut verkaufen lassen, kontern die Experten mit dem Spruch: „Schlechte Autojahre sind gute Schuhejahre“. Trotzdem ist die Präsidentin des Hauptverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels, Brigitte Wischnewski, verhalten optimistisch: „Wir hoffen auf eine Nullrunde“, sagt sie. Und sie hofft, dass sich viele der neuen Modelle auch in den Läden  wiederfinden, denn der Schuheinzelhandel ordere mitunter etwas konservativ. Individuelle Angebote, wie beispielsweise in Holland, lassen sich bei Filialisten meist gar nicht finden. „Man muss als Verbraucher aufmerksam sein und in kleineren Geschäften schauen“, sagt sie. Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Schuhindustrie, unterstützt innovative Einkäufer voll und ganz: „Mehr Mut“, appelliert er deshalb an den Einzelhandel. 

Das wünscht sich Messe-Chef Werner Dornscheidt insgeheim auch von den Besuchern und Ausstellern. Zum Vorjahr gibt es einen Ausstellerrückgang von drei Prozent. Da hatte man mit mehr gerechnet. Zu den erwarteten Besuchern will sich der Messe-Chef aber lieber nicht äußern. Im letzen Jahr kamen 30.000 Besucher. „Wir hoffen aber, dass wir nicht zu stark einbrechen“, so Dornscheidt. 

Für Schuhliebhaber gibt es aber auch noch eine gute Nachricht: „Schuhe werden nicht teurer“, so Manfred Junkert.

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Es wird dunkler

Dienstag, 3. Februar 2009 12:30

Die CPD ist wie ein Laufsteg. Was im kommenden Herbst/Winter aktuell wird, ist schon in den Gängen der Düsseldorfer Messe zu sehen: Viel Strick, gedeckte Töne und vor allem Accessoires in beerigen Farben wie Mützen, Schals und riesige Taschen. Nur bei einem hofft man, dass sich das nicht in der kommenden Saison durchsetzen wird: die schwarzen, ledernen Schirmmützen der Messemitarbeiter, die eher an Rentnerausflug als an einen trendigen Stil erinnern.

Allgemein wird alles wieder etwas dunkler – aber mit Highlights: Die Aussteller gehen in die kommende Herbst-Winter-Saison mit gedeckten Farben. Das ließ sich auf der Modemesse am Wochenende klar erkennen. Grau bleibt in verschiedenen Schattierungen bestehen, genauso wir Türkis und Lila. Vor allem die Beerenfarben auf den Laufstegen können sich sehen lassen und machen Lust auf mehr. Kombiniert werden die Töne mit Karos und einer neuen Sehnsucht nach Romantik: Petticoats und Rüschen an Rock-Enden und Aufschlägen kommen wieder. Ein unbedingtes Muss sind außerdem Accessoires wie Mützen und Hüte, lange Schals und große Taschen – als Highlight ebenfalls in Beerenfarben. Die passen auch gut zum Look von Geschäftsfrauen, denn der Blazer bekommt ebenfalls wieder einen großen Auftritt: mal rockig in Leder, mal extravagant mit architektonisch angehauchten Schnitten oder glamourös im Animalprint. 

Kleider bleiben weiterhin im Trend und werden mit blickdichten Strumpfhosen und Stiefeln kombiniert. Die Länge variiert von Mini bis Maxi.

Aber auch kuschelige Typen müssen in der kommenden Saison nicht auf Strick verzichten. Wollige Wohlfühlkleidung kommt im kommenden Herbst-Winter als Rollkragen-Pullover zurück und feiert sowohl in der Frauen, als auch in der Männermode ein Comeback. Aber auch die XXL-Strickjacke tritt wieder ihren Siegeszug an und ist zu fast allem kombinierbar.

Bei den Männern setzt sich in der Herbst-Wintermode vor allem ein tragbare Mix aus Sport-, Formal- und Alltagskleidung durch. Es gibt zum Beispiel Jersey/Nylon-Sakkos, die im Büro, aber auch bei sportlichen Aktivitäten getragen werden können. Die Farben sind bei den Männern ebenfalls eher gedeckt und bewegen sich im Bereich der warmen Naturfarben. Wie bei den Frauen gibt es auch in der Männermode einen Trend zu Karos. Außerdem feiert der Stil der Dock- und Landarbeiter mit Lammfellkragenjacken und Leder ein Comeback. Auch bei den Accessoires greifen Männer mittlerweile zu: Zum Standard gehören Schals, sportliche Taschen und Krawatten, die sich allerdings mit ihrer schmalen Form  und neuen Materialien vom Look der Banker unterscheiden.

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Markus, Mode und Mobile

Montag, 26. Januar 2009 20:11

Ein kleiner Satz und Supermodel Markus Schenkenberg schaffte es, am Samstagabend auf der Audi-Veranstaltung „Luxury Sports Vol. 3“ auch in die Augen der männlichen Besucher ein Leuchten zu zaubern: „Ich trainiere nur drei Mal in der Woche etwa eine Stunde“, sagte der begehrte und muskulöse Schwede. Und da ließ sich so manch einer der Besucher ein: „Da lässt sich also noch was machen, um auch so stählerne Muskeln wie „er“ zu bekommen – ohne jeden Tag für mehrere Stunden ins Fitnessstudio zu rennen…“ entlocken. Auch sonst punktete Markus Schenkenberg durch ein lockeres Auftreten. Er mischte sich gleich zu Anfang der Veranstaltung unter die knapp 450 Gäste in der Luxusschiff-Halle 6 der „boot“ und zwinkerte bei der Modenschau  von Jungdesigner Philipp Plein den weiblichen Besuchern zu. 

Die Show des ehemaligen Möbeldesigners Philipp Plein lief unter dem Motto: „The new glamour of cruising“, kam allerdings bei vielen Gästen nicht so gut an. Der Applaus am Ende der Show war verhalten. Kein Wunder: Glitter, Strass, Nieten und der Ghetto-Look mit großen Buchstaben auf der Hinterseite von T-Shirts, Jeans und Jacken erinnert doch stark an den Straßen-Look vom amerikanischen Designer Ed Hardy. ZDF-Moderator Markus Lanz entschuldigte den verhaltenen Applaus mit den Worten: „Das sind Düsseldorfer, für die ist das schon fast Ekstase“. 

Mit wesentlich mehr Applaus wurde dagegen das neue Audi A5 Cabriolet begrüßt, das auf der Veranstaltung noch Wochen vor der offiziellen Markteinführung gezeigt wurde. 

Zu den weiteren Gästen der Audi-Nacht zählten TV-Koch Horst Lichter („Ich hab da hinten ein kleines Boot gesehen, vielleicht kann man das ja auch in Raten zahlen?“), Moderator Ingo Nommsen, Jean Pütz und seine Frau Pina Coluccia, die Kö-Promis Susanne und Stefan Asbrandt-Eickhoff, Dorothee und Helge Achenbach, Messe-Chef Werner Dornscheidt („Ja, in den 70er Jahren hatte es tatsächlich mal jemand geschafft, ein Schiff von der „boot“ zu stehlen – das ist auch nicht wieder aufgetaucht. Heutzutage ist unsere Sicherung aber wesentlich besser“) sowie die drei Models Monica Ivancan, Judith Berger, Verena Mundhenke und Jelena Radovanovic.

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Michalsky, der Entstauber

Donnerstag, 4. Dezember 2008 16:36

Als MCM-Eignerin Sung-Joo Kim sagt: „Ich wollte mit ihm zusammen arbeiten, weil er ein Verrückter ist“, grinst Michael Michalsky und es blitzt in seinen Augen. Der Berliner Designer hat das Luxuslabel mächtig entstaubt. Seit die koreanische Sungjoo-Gruppe 2004 den angeschlagenen Luxusriesen übernommen hat, hat sich einiges getan. „Wir haben das Angebot erst einmal vereinfacht“, sagt Sung-Joo Kim, die von der Hongkonger Zeitung „Asiaweek“ als eine der „sieben mächtigsten Frauen Asiens“ eingestuft wird. Natürlich gibt es bei der Marke wie gehabt Taschen und verschiedene Accessoires, wie Gürtel, Portemonnaies oder Schuhe zu kaufen. „Schritt für Schritt stocken wir dann das Angebot wieder auf.“ Dann soll auch der klassische „Geldmacher“ nicht fehlen: Die asiatischen Investoren wollen ein Parfum auf den Markt bringen. 

Michael Michalsky steht für den neuen Stil, den die Koreanerin mit den drei Worten „fun, funny, functional“ umschreibt. Frische Farben und Formen peppen die Clutch-, Oversize oder Shoulderbags auf: Die reichen von trendigem Flieder über schwarz-weiße Rauten bis zu klassischem Schwarz oder Braun. Als Materialien kommen Lack und Leder zum Einsatz. Mit dem neuen, jungen Design der Taschen hat Michalsky das angestaubte Image des Labels mit den drei großen Buchstaben erheblich verjüngt. 

Nach Berlin wurde nun in dieser Woche auf der Kö der zweite Flagshipstore der Marke eröffnet. Für den Designer, der sonst fest in der Berliner Szene verankert ist, ist das eine klare Sache: „Düsseldorf ist eine wichtige Stadt auf der deutschen Modelandkarte.“

Die Sungjoo-Gruppe führt seit 1990 Mode-Luxusmarken, wie Gucci, Yves Saint Laurent oder Sonia Rykiel auf dem boomenden asiatischen Markt ein.

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