Auf dem Weg in die Ostsee – Tönning

Moi Wicht in Tönning

Wir waren ungeduldig: Eigentlich wollten wir einen Tag vorher Richtung Eider starten, aber Segler im Wangerooger Hafen haben uns davon abgeraten – und das war auch gut so.
Kurz zuvor standen wir alle noch vom Sturm vereint auf den Stegen und haben versucht, unsere Boote von den Holzplanken abzuhalten. Wir haben 52 Knoten Windgeschwindigkeit gemessen. Das entspricht etwa 10 Beaufort. Der Sturm drückte etwa 20 Minuten lang aus West auf den Hafen und die Boote am Steg. Die Fender waren platt wie Flundern. Für den nächsten Tag war ebenfalls Nord-West-Wind angesagt; mit 6 bis 7 Beaufort. Vor der Eider baut sich an einer Sandbank mit dem Namen Isern Hinnerk eine Barre auf, die man nicht überwinden kann.
Als wir gestern nach zwölfstündiger Fahrt und lauem Südwind am Isern Hinnerk vorbei sind, war davon nichts mehr zu spüren. Vielmehr hatten wir ruhige See und damit gute Sicht auf Seehunde und Schweinswale, die uns fast bis vor das Eider-Speerwerk begleitet haben. Im wunderschönen alten Hafen von Tönning haben wir nur noch einen Platz an einer rostigen Spundwand bekommen. Das tut dem Blick auf dem Hafen aber keinen Abbruch.

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Datum: Mittwoch, 8. Juli 2015 18:45
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